Zahnsteinchen als Zahnschmuck: So wird er beim Zahnarzt sicher und schonend befestigt
Ein kleines Glitzern auf dem Schneidezahn – für viele ein dezentes Schmuckstück, das man nicht jeden Tag sieht. Wie Zahnschmuck befestigt wird, warum dafür nicht gebohrt werden muss und worauf es ankommt, damit der Zahn gesund bleibt.
Medizinisch geprüft am 01.10.2026 von Dr. Jens Dreißig | Fachzahnarzt für Oralchirurgie in Dinkelsbühl.
Das Wichtigste in Kürze
- Ohne Bohren: Das Steinchen wird auf den Zahnschmelz geklebt. Der Zahn wird dafür nicht angeschliffen.
- Schnell und schmerzfrei: Das Aufbringen dauert nur wenige Minuten und braucht keine Betäubung.
- Wieder entfernbar: Zahnschmuck lässt sich in der Praxis abnehmen; die Klebestelle wird anschließend glatt poliert.
- Gesunder Zahn als Voraussetzung: Karies oder entzündetes Zahnfleisch sollten vorher behandelt sein.
- Geringe Kosten: Zahnschmuck ist eine kleine Wunschleistung, die Sie selbst tragen – den genauen Preis nennen wir Ihnen gern vorab.
Was ist Zahnschmuck – und was nicht?
Unter Zahnschmuck versteht man kleine Schmuckelemente, die außen auf die Zahnoberfläche geklebt werden. Am bekanntesten sind winzige Glas- oder Kristallsteinchen von etwa zwei Millimetern Größe, die meist auf einem der oberen Schneide- oder Eckzähne sitzen. Daneben gibt es dünne Motive aus Gold, etwa Sterne oder Herzen. Welche Varianten wir in der Praxis anbieten, zeigen wir Ihnen gern vor Ort.
Wichtig ist der Unterschied zu Schmuck, für den der Zahn bearbeitet wird. Seriöser Zahnschmuck wird nur aufgeklebt – der Zahn wird weder angebohrt noch angeschliffen. So bleibt die natürliche Zahnsubstanz unverletzt, und der Schmuck kann jederzeit wieder abgenommen werden. Fachveröffentlichungen zur ästhetischen Zahnmedizin lehnen Schmuck, für den gesunde Zahnhartsubstanz entfernt werden muss, ausdrücklich ab. Genau diesem Grundsatz folgen wir: Ein Schmuckstück darf dem Zahn nichts nehmen.
So wird das Steinchen befestigt
Bevor etwas aufgeklebt wird, schauen wir uns den Zahn und das umgebende Zahnfleisch an. Ist alles gesund, wird die gewünschte Stelle gereinigt und trocken gehalten. Danach wird der Zahnschmelz an dieser kleinen Fläche für kurze Zeit mit einem Gel vorbehandelt. Dadurch entsteht eine mikroskopisch raue Oberfläche, auf der der Kleber gut haftet. Es ist dasselbe Prinzip, mit dem in der Zahnmedizin auch Füllungen oder Zahnspangen-Brackets am Zahn befestigt werden.
Anschließend tragen wir einen zahnärztlichen Kleber auf, setzen das Steinchen genau an die gewünschte Position und härten den Kleber mit blauem Licht aus. Das Ganze dauert nur wenige Minuten. Eine Betäubung ist nicht nötig, denn weder Bohrer noch Spritze kommen zum Einsatz. Direkt danach können Sie wieder essen und trinken.
| Schritt | Was passiert | Spürbar? |
|---|---|---|
| Kontrolle | Zahn und Zahnfleisch werden angesehen | Nein |
| Vorbereitung | Reinigen, Trockenlegen, kurze Gel-Vorbehandlung der Klebestelle | Nein |
| Befestigung | Kleber auftragen, Steinchen positionieren, mit Licht aushärten | Nein |
| Abschluss | Überschüsse entfernen, Sitz prüfen | Nein |
Wie lange hält Zahnschmuck – und wie wird er wieder entfernt?
Wie lange ein Steinchen hält, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Es hängt davon ab, an welchem Zahn es sitzt, wie man kaut und wie man den Bereich pflegt. Bei sorgfältiger Befestigung kann Zahnschmuck viele Monate bis mehrere Jahre halten; in der Fachliteratur sind Fälle beschrieben, in denen Steinchen nach dreieinhalb Jahren noch fest saßen. Löst sich ein Steinchen doch einmal, ist das kein Problem für den Zahn – in der Regel bleibt nur etwas Kleber zurück, der beim nächsten Termin wegpoliert wird.
Wenn Sie den Schmuck nicht mehr tragen möchten, nehmen wir ihn in der Praxis vorsichtig ab und polieren die Stelle glatt. Bitte versuchen Sie nicht, ein festsitzendes Steinchen selbst mit Fingernagel oder Werkzeug abzuhebeln. Dabei kann der Zahnschmelz verletzt werden. Für die Pflege gilt: ganz normal zweimal täglich putzen und die Stelle rund um das Steinchen nicht auslassen, damit sich dort keine Beläge sammeln.
Warum Zahnschmuck in die Zahnarztpraxis gehört
Im Internet gibt es Sets zum Selbstaufkleben. Davon raten wir ab. Ohne die richtige Vorbehandlung hält der Kleber schlecht, und ungeeignete Klebstoffe können Zahnschmelz und Zahnfleisch reizen. Vor allem aber gehört zu jedem Zahnschmuck ein kurzer Blick darauf, ob der Zahn überhaupt gesund ist: Ein Steinchen auf einem Zahn mit beginnender Karies verdeckt im schlimmsten Fall genau die Stelle, die behandelt werden sollte. Bei uns ist beides in einem Termin erledigt.
Hinweis: Dieser Artikel erklärt Zahnschmuck allgemein. Er ersetzt keine persönliche Beratung und keine zahnärztliche Untersuchung.
Für wen eignet sich Zahnschmuck?
Zahnschmuck eignet sich für alle, deren Zähne und Zahnfleisch gesund sind und die sich ein kleines, umkehrbares Extra wünschen. Liegt an der gewünschten Stelle Karies vor, ist das Zahnfleisch entzündet oder sitzt dort eine Füllung, besprechen wir zuerst, was sinnvoll ist. Häufig ist die beste Reihenfolge: erst behandeln, dann schmücken. Für Kinder und Jugendliche besprechen wir den Wunsch gemeinsam mit den Eltern.
Ein guter Zeitpunkt ist zum Beispiel direkt nach einer professionellen Zahnreinigung: Die Zähne sind dann sauber und glatt, und das Steinchen kommt auf einer frisch gereinigten Oberfläche besonders gut zur Geltung. Da Zahnschmuck eine rein kosmetische Wunschleistung ist, übernimmt die Krankenkasse die Kosten nicht. Der Betrag ist aber gering – wir nennen ihn Ihnen vor dem Termin, damit es keine Überraschungen gibt. Mehr über unsere Leistungen rund um schöne Zähne finden Sie auf der Seite CEREC & Zahnersatz.
Lust auf ein kleines Glitzern?
Sprechen Sie uns einfach an – beim nächsten Kontrolltermin oder bei einem eigenen kurzen Termin. Wir zeigen Ihnen die Varianten und beraten Sie, an welchem Zahn das Steinchen am besten wirkt. Für Patientinnen und Patienten aus Dinkelsbühl, Feuchtwangen, Schopfloch und Umgebung. Rufen Sie uns an unter 09851 / 55 44 95 oder schreiben Sie an mail@ihre-zahnaerzte.org.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Frage: Muss für Zahnschmuck gebohrt werden?
Antwort: Nein. Das Steinchen wird auf den Zahnschmelz geklebt. Der Zahn wird weder angebohrt noch angeschliffen, und eine Betäubung ist nicht nötig.
Frage: Wie lange hält ein Zahnsteinchen?
Antwort: Das ist individuell verschieden. Bei sorgfältiger Befestigung kann Zahnschmuck viele Monate bis mehrere Jahre halten. Wie lange genau, hängt unter anderem von der Position am Zahn und vom Kauverhalten ab.
Frage: Kann ich den Zahnschmuck wieder entfernen lassen?
Antwort: Ja. Wir nehmen das Steinchen in der Praxis vorsichtig ab und polieren die Stelle anschließend glatt. Bitte hebeln Sie es nicht selbst ab, um den Zahnschmelz nicht zu verletzen.
Frage: Schadet Zahnschmuck den Zähnen?
Antwort: Fachgerecht aufgeklebt und gut gepflegt, ist Zahnschmuck für einen gesunden Zahn in der Regel unproblematisch. Wichtig ist, die Stelle rund um das Steinchen gründlich zu putzen, damit sich keine Beläge sammeln.
Frage: Was kostet Zahnschmuck?
Antwort: Zahnschmuck ist eine kleine kosmetische Wunschleistung, die nicht von der Krankenkasse übernommen wird. Die Kosten sind gering; den genauen Betrag nennen wir Ihnen gern vorab.
Über die Praxis: Die Zahnarztpraxis Dr. Jens Dreißig in der Königsberger Straße 4 in Dinkelsbühl verbindet Oralchirurgie und Implantologie beim Fachzahnarzt (Dr. Jens Dreißig, Fachzahnarzt für Oralchirurgie) mit Zahnerhalt und Endodontie (ZÄ Aireda Qafmolla, mit Fortbildung im Curriculum Endodontie). Unser Ziel: gesunde, feste und schöne Zähne – ein Leben lang. Sprechzeiten: Mo–Do 8–20 Uhr, Fr 8–13 Uhr · Telefon 09851 / 55 44 95
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