Wie viel Röntgenstrahlung ist sicher? Warum unser Planmeca Ultra Low Dose neue Maßstäbe beim Patientenschutz setzt

Röntgen beim Zahnarzt gehört für viele zum Alltag – doch die Frage, wie viel Strahlung dabei tatsächlich entsteht, bleibt oft unbeantwortet. Wir erklären, was moderne digitale Röntgentechnik leistet und warum der Unterschied zur konventionellen Anlage für Ihre Gesundheit relevant ist.

Medizinisch geprüft am 14. Juni 2026 von Dr. Jens Dreißig | Fachzahnarzt für Oralchirurgie in Dinkelsbühl


Auf einen Blick

  • Digitales Röntgen ist deutlich strahlungsärmer: Moderne digitale Röntgenanlagen wie unser Planmeca-System benötigen erheblich weniger Strahlung als ältere analoge Geräte, um diagnostisch verwertbare Bilder zu erzeugen.
  • Ultra Low Dose als Technikstandard: Das in unserer Praxis eingesetzte Planmeca Ultra Low Dose-Verfahren reduziert die Strahlendosis bei 3D-Aufnahmen (DVT) auf ein klinisch begründetes Minimum – ohne Abstriche an der Bildqualität.
  • Einordnung: Zahnröntgen ist strahlungsarm: Eine einzelne zahnärztliche Röntgenaufnahme liegt weit unterhalb der natürlichen Hintergrundstrahlung, der wir täglich ausgesetzt sind.
  • Besonders relevant für Kinder und häufige Röntgenaufnahmen: Wer regelmäßig zur Vorsorge kommt oder Kinder in Behandlung hat, profitiert besonders von einer konsequent strahlungsarmen Technik.
  • DVT in der Praxis: Dr. Dreißig verfügt über ein eigenes DVT-Gerät (digitale Volumentomographie) für dreidimensionale Kieferaufnahmen – mit Planmeca Ultra Low Dose als Strahlenschutzstandard.

Eine Frage, die viele Patienten stellen – aber selten gefragt wird

„Brauche ich wirklich wieder ein Röntgenbild?“ – Diese Frage denken viele Patienten, stellen sie aber selten laut. Stattdessen nicken sie und schauen weg, wenn die Röntgenschürze angelegt wird. Hinterher kommt manchmal das vage Unbehagen: Wie viel Strahlung war das eigentlich? Ist das wirklich nötig? Und wie unterscheidet sich das, was hier passiert, von dem, was ich von anderen Praxen kenne?

Es sind berechtigte Fragen – und sie verdienen eine ehrliche Antwort. Die gute Nachricht ist: Zahnärztliche Röntgenaufnahmen gehören zu den strahlungsärmsten medizinischen Bildgebungsverfahren überhaupt. Und der Unterschied zwischen einer alten analogen Anlage und einem modernen digitalen System wie dem Planmeca Ultra Low Dose, das wir in unserer Praxis einsetzen, ist medizinisch und wissenschaftlich bedeutsam.

Wie viel Strahlung entsteht beim Röntgen – und wie ordnet man das ein?

Strahlung ist kein abstraktes Konzept, sondern lässt sich messen und einordnen. Die Einheit, die dabei im Strahlenschutz relevant ist, heißt Mikrosievert (µSv). Zum Vergleich: Die natürliche Hintergrundstrahlung, der wir alle täglich ausgesetzt sind – durch kosmische Strahlung, den Boden, Baumaterialien und die Lebensmittel, die wir essen – beträgt in Deutschland im Durchschnitt etwa 2,1 Millisievert pro Jahr, also rund 6 µSv pro Tag.

Eine einzelne digitale zahnärztliche Röntgenaufnahme (Einzelzahnfilm) liegt je nach Gerät typischerweise im Bereich von 1–5 µSv. Das entspricht dem, was unser Körper bei einem kurzen Inlandsflug oder dem Aufenthalt an einem sonnigen Tag in höherer Lage an natürlicher Strahlung aufnimmt. Ein konventionelles Panoramaröntgen (OPG) liegt etwas höher. Die dreidimensionale Volumentomographie (DVT) – eine 3D-Aufnahme des Kiefers, die in der Implantologie und bei komplexen chirurgischen Fällen eingesetzt wird – erzeugt eine höhere Dosis als ein einzelner Röntgenfilm. Genau hier macht die Technologie einen entscheidenden Unterschied.

Vergleich Ungefähre Strahlendosis
Natürliche Hintergrundstrahlung (pro Tag, Deutschland) ca. 6 µSv
Einzelzahnfilm (digitales Röntgen) ca. 1–5 µSv
Panoramaröntgen / OPG (digital) ca. 10–30 µSv
DVT-Aufnahme (konventionell) ca. 50–300 µSv (je nach Gerät und Protokoll)
DVT mit Planmeca Ultra Low Dose Signifikant reduziert durch optimiertes Aufnahmeprotokoll
Thorax-Röntgen (Lunge, konventionell) ca. 100 µSv
Computertomographie (CT) des Schädels ca. 2.000 µSv

Was Planmeca Ultra Low Dose bedeutet – und warum es in unserer Praxis Standard ist

Planmeca ist ein finnischer Hersteller medizinischer Bildgebungssysteme und gilt als einer der technologischen Marktführer in der digitalen Zahnmedizin. Das Ultra Low Dose-Verfahren ist keine Marketingbezeichnung, sondern eine technische Spezifikation: Das System passt die Aufnahmeparameter – Röhrenspannung, Stromstärke und Belichtungszeit – automatisch an die klinische Fragestellung an. Für eine Verlaufskontrolle in der Implantologie braucht es weniger Strahlungsenergie als für eine Erstdiagnose bei unklarer Situation. Das System erkennt den Unterschied und wählt das strahlungsärmste Protokoll, das dennoch diagnostisch ausreichend ist.

In unserer Praxis ist dieses System nicht als Besonderheit installiert, die für spezielle Fälle aktiviert wird – es ist der reguläre Standard. Jede DVT-Aufnahme, jede 3D-Darstellung, die Dr. Dreißig für die Implantatplanung, für die Beurteilung eines Knochendefekts oder für eine komplexe chirurgische Vorbereitung erstellt, läuft über dieses Protokoll. Das bedeutet: Wer bei uns eine 3D-Bildgebung des Kiefers bekommt, erhält sie mit der geringstmöglichen Strahlungsmenge, die medizinisch vertretbar und technisch erreichbar ist.

Besonders relevant ist das für Patienten, die regelmäßige Kontrollaufnahmen benötigen – etwa nach Implantatversorgung, bei laufender Implantologie-Behandlung oder bei der Nachsorge nach Kieferaufbau. Und es ist relevant für Kinder, deren Gewebe strahlungsempfindlicher ist als das von Erwachsenen. Für eine Familienpraxis wie unsere, die Patienten vom ersten Milchzahn bis ins hohe Alter begleitet, ist ein konsequent strahlungsarmer Röntgenstandard deshalb keine Kür – sondern Pflicht.

Wann ist Röntgen beim Zahnarzt medizinisch notwendig?
Röntgenaufnahmen werden in unserer Praxis nicht routinemäßig nach einem festen Zeitplan erstellt, sondern dann, wenn sie medizinisch begründet sind. Die Strahlenschutzverordnung schreibt vor, dass jede Röntgenanwendung am Menschen einer klinischen Rechtfertigung bedarf – das heißt: Der Nutzen der Aufnahme muss den potenziellen Nachteil der Strahlung überwiegen. In der Praxis bedeutet das: Ein Verdacht auf Karies zwischen den Zähnen, die Planung eines Implantats, die Kontrolle einer Wurzelbehandlung oder die Beurteilung des Knochenstands bei Parodontitis können klare Indikationen sein. Eine Aufnahme „zur Vollständigkeit“ oder weil „es schon länger her ist“ genügt uns nicht als alleinige Begründung.

Was das für Ihren nächsten Termin bei uns bedeutet

Wenn Sie beim nächsten Besuch in unserer Praxis nach einer Röntgenaufnahme gefragt werden, können Sie ruhig nachfragen: Warum ist diese Aufnahme jetzt sinnvoll? Welches Gerät wird verwendet? Wie hoch ist die ungefähre Strahlendosis? Wir beantworten diese Fragen gern – und wir freuen uns, wenn Patienten kritisch nachfragen, denn das ist der richtige Weg zu einer transparenten, vertrauensvollen Behandlung.

Was wir Ihnen versprechen können: Bei uns wird kein Röntgenbild erstellt, das nicht medizinisch begründet ist. Und wenn eines erstellt wird, dann mit dem strahlungsärmsten Verfahren, das uns technisch zur Verfügung steht. Unser Planmeca-System mit Ultra Low Dose ist dafür seit seiner Inbetriebnahme der feste Standard – für alle Patienten, in jedem Alter, bei jedem Eingriff.

Fragen zu unserer Röntgentechnik oder zu Ihrer Behandlung?
Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen – vor, während und nach der Behandlung. Sprechen Sie uns einfach an. Rufen Sie uns an unter 09851 / 55 44 95 oder schreiben Sie an mail@ihre-zahnaerzte.org.

Häufig gestellte Fragen

Frage: Wie viel Strahlung erzeugt ein zahnärztliches Röntgenbild?
Antwort: Eine einzelne digitale Zahnröntgenaufnahme liegt typischerweise im Bereich von 1–5 Mikrosievert – das entspricht etwa dem, was unser Körper an einem sonnigen Tag in mittlerer Höhe durch natürliche Hintergrundstrahlung aufnimmt. Zum Vergleich: Die jährliche natürliche Hintergrundstrahlung in Deutschland beträgt durchschnittlich rund 2.100 Mikrosievert.

Frage: Was ist das Planmeca Ultra Low Dose-Verfahren?
Antwort: Das Ultra Low Dose-Verfahren ist ein automatisch angepasstes Aufnahmeprotokoll des Herstellers Planmeca, das bei 3D-Aufnahmen (DVT) die Röhrenspannung, den Strahlungsstrom und die Belichtungszeit auf das klinisch notwendige Minimum reduziert. In unserer Praxis ist dieses Protokoll für alle DVT-Aufnahmen der reguläre Standard.

Frage: Ist zahnärztliches Röntgen für Kinder sicher?
Antwort: Das Gewebe von Kindern reagiert empfindlicher auf ionisierende Strahlung als das von Erwachsenen. Deshalb ist strahlungsarme Technik bei Kindern besonders wichtig. In unserer Praxis wird bei Kinderaufnahmen konsequent auf das digitale Niedrigdosisverfahren gesetzt – und Röntgenaufnahmen werden nur durchgeführt, wenn sie medizinisch klar begründet sind.

Frage: Wann ist eine DVT-Aufnahme (3D-Röntgen) sinnvoll?
Antwort: Eine dreidimensionale DVT-Aufnahme wird in unserer Praxis für die Implantatplanung, bei komplexen chirurgischen Fällen, bei Verdacht auf Kieferzysten oder zur genauen Beurteilung von Wurzelkanälen eingesetzt. Die Indikation wird individuell gestellt – routinemäßige DVT-Aufnahmen ohne klare medizinische Begründung führen wir nicht durch.

Frage: Wie oft sollte man beim Zahnarzt geröntgt werden?
Antwort: Es gibt keine allgemeingültige Antwort, denn der Zeitpunkt einer Röntgenaufnahme richtet sich nach dem individuellen Befund und der klinischen Fragestellung. Die Strahlenschutzverordnung schreibt vor, dass jede Röntgenanwendung medizinisch gerechtfertigt sein muss. Bei uns wird keine Aufnahme nach einem starren Zeitplan erstellt, sondern nur dann, wenn sie Ihrem Behandlungserfolg dient.


Über die Zahnarztpraxis Dr. Jens Dreißig: Dr. Jens Dreißig ist seit 1995 anerkannter Fachzahnarzt für Oralchirurgie in Dinkelsbühl. Die Praxis verfügt über ein eigenes DVT-Gerät für dreidimensionale Kieferaufnahmen sowie eine vollständig digitale, strahlungsarme Röntgenanlage nach dem Planmeca Ultra Low Dose-Standard. Gemeinsam mit Dr. Sabine Erber-Leicher und ZÄ Aireda Qafmolla behandelt er Patienten aller Altersgruppen nach höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards. Königsberger Straße 4, 91550 Dinkelsbühl | Mo–Do 08–20 Uhr, Fr 08–13 Uhr.

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