Krone an einem Tag: Was ist mit CEREC wirklich möglich?

Geprüfter Praxisinhalt · Zahnarztpraxis Dr. Jens Dreißig, Dinkelsbühl


„Krone an einem Tag“ klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Hier ist die ehrliche Einschätzung: Was geht – und wann braucht es doch mehr Zeit.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Einsitzung ist oft möglich: Für Kronen, Inlays und Onlays kann CEREC in vielen Fällen eine fertige Keramikversorgung in einer einzigen Sitzung liefern – ohne Provisorium, ohne zweiten Termin.
  • Voraussetzung: ausreichend Restzahnsubstanz: Ist zu wenig gesunde Substanz vorhanden, muss der Zahn erst aufgebaut werden.
  • Grenzen des Verfahrens: Bei sehr komplexem Zahnersatz oder in der Heilungsphase nach Chirurgie ist der klassische Weg nach wie vor sinnvoll.
  • Qualität ist nicht Tempo: Die digitale Direktübertragung der Scandaten vermeidet klassische Fehlerquellen bei der Passgenauigkeit.
  • Entscheidung nach Befund: Welches Verfahren das richtige ist, hängt vom einzelnen Zahn ab – nicht von einer Pauschalempfehlung.

Wann ist eine Krone an einem Tag tatsächlich möglich?

Die Einsitzungsversorgung mit CEREC ist kein Marketingversprechen – sie ist für viele Standardsituationen der alltägliche Behandlungsablauf. Der Zahn wird vorbereitet, der 3D-Scan aufgenommen, die Restauration konstruiert und gefräst – und noch in derselben Sitzung eingesetzt.

Der entscheidende Faktor ist die vorhandene Zahnsubstanz. CEREC-Restaurationen bauen immer auf dem eigenen, beschliffenen Zahn auf. Ob das der Fall ist, lässt sich erst nach einer gründlichen klinischen Untersuchung – und bei Bedarf mit der DVT-Aufnahme, die in unserer Praxis direkt vorhanden ist – zuverlässig beurteilen.

Was bei CEREC an einem Tag wirklich entsteht – und was nicht

Für Kronen und Inlays im Seitenzahnbereich sowie für die meisten Versorgungen im Frontbereich liefert CEREC verlässlich vollwertige Ergebnisse in einer Sitzung. Es gibt kein Klebebeginn mit Provisorium, keinen Termin in zwei Wochen, kein Einschicken ins Labor.

Die Grenzen des Verfahrens sind ehrlich zu benennen: Eine Brücke, die mehrere fehlende Zähne überspannt, ist nur in bestimmten Spannweiten möglich – bei größeren Lücken ist das zahntechnische Labor die bessere Wahl. Gleiches gilt, wenn nach einer chirurgischen Behandlung erst die Wundheilung abgewartet werden muss.

Situation CEREC Einsitzung möglich? Hinweis
Krone auf Seitenzahn (ausreichend Substanz) Ja, in der Regel Standardfall; häufigste Indikation
Inlay / Onlay (Teilrekonstruktion) Ja, in der Regel Sehr gut für CEREC geeignet
Krone im Frontbereich Ja, in vielen Fällen Farbabstimmung digital möglich; ggf. Labor bei sehr exponierten Einzelzähnen
Brücke (2–3 Einheiten) Eingeschränkt Abhängig von Spannweite und Material
Versorgung nach Chirurgie / Heilungsphase Nein Erst nach abgeschlossener Heilung
Sehr wenig Restzahnsubstanz Erst Aufbau nötig Ggf. Zwischenschritt vor CEREC-Versorgung

Einsitzung vs. klassischer Laborweg: Was ist wirklich besser?

Beide Verfahren haben ihren Platz. Was CEREC vor dem Laborweg auszeichnet, ist nicht allein die Geschwindigkeit – es ist die Tatsache, dass zwischen Scan und fertigem Werkstück keine Abformung geschickt und kein Modell ausgegossen werden muss. Der Laborweg ist sinnvoll bei Verblendungen in mehreren Schichten, speziellen Hochleistungskeramiken oder besonders individueller Farbgebung.

Wie läuft ein CEREC-Termin konkret ab?

Der Zahn wird unter lokaler Betäubung beschliffen, dann folgt der Scan – oft weniger als eine Minute. Während die Restauration am Bildschirm konstruiert wird, läuft die Schleifeinheit an; je nach Komplexität dauert der Fräsvorgang zwischen fünfzehn und dreißig Minuten. Dann wird die fertige Krone eingesetzt – sofort belastbar.

Fragen zur Krone in einer Sitzung?

Ob CEREC für Ihren Zahn in Frage kommt, besprechen wir gerne in einem ruhigen Erstgespräch – ohne Druck und mit Zeit für Ihre Fragen.

Telefon: 09851 / 55 44 95
E-Mail: mail@ihre-zahnaerzte.org
Öffnungszeiten: Mo–Do 08–20 Uhr · Fr 08–13 Uhr
Adresse: Königsberger Straße 4 · 91550 Dinkelsbühl

Häufige Fragen

Frage: Ist eine CEREC-Krone wirklich an einem einzigen Tag fertig?
Antwort: In vielen Fällen ja – vorausgesetzt, es ist ausreichend gesunde Zahnsubstanz vorhanden und keine Heilungsphase muss abgewartet werden.

Frage: Muss ich trotzdem ein Provisorium tragen?
Antwort: Nein. Weil die Krone direkt in der Praxis gefräst wird, kann sie noch in derselben Sitzung eingesetzt werden.

Frage: Ist die CEREC-Krone sofort belastbar?
Antwort: Ja. Die Krone wird dauerhaft eingesetzt und ist unmittelbar belastbar.

Frage: Für welche Zähne ist CEREC geeignet – auch für Frontzähne?
Antwort: CEREC kann für Seiten- und Frontzähne eingesetzt werden. Bei sehr exponierten Frontzähnen mit hohem ästhetischem Anspruch kann im Einzelfall der handwerkliche Laborweg vorteilhafter sein.

Frage: Was passiert, wenn nach dem Scan Probleme festgestellt werden?
Antwort: Zeigt sich, dass die Zahnsubstanz nicht ausreicht, wird das sofort besprochen und gemeinsam ein alternatives Vorgehen geplant.

Über die Praxis: Die Praxis in der Königsberger Straße 4 in Dinkelsbühl vereint fachzahnärztliche Oralchirurgie (Dr. Jens Dreißig, Fachzahnarzt seit 1995), spezialisierte Endodontie (ZÄ Aireda Qafmolla) und Familienzahnheilkunde (Dr. Sabine Erber-Leicher) unter einem Dach. Sprechzeiten: Mo–Do 08:00–20:00 Uhr, Fr 08:00–13:00 Uhr.

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