Der erste Zahnarztbesuch beim Kind: So gelingt der Start ins Leben mit gesunden Zähnen
Wann ist der richtige Zeitpunkt? Was erwartet Ihr Kind? Und wie legen Sie gemeinsam den Grundstein dafür, dass der Zahnarzt ein vertrauter Ort bleibt – ein Leben lang.
Medizinisch geprüft am 11.06.2026 von Dr. Jens Dreißig | Fachzahnarzt für Oralchirurgie in Dinkelsbühl | Zahnarztpraxis Dr. Jens Dreißig | Dinkelsbühl
Auf einen Blick
- Früh beginnen: Der erste Zahnarztbesuch wird empfohlen, sobald der erste Milchzahn durchgebrochen ist – also ab etwa dem 6. Lebensmonat.
- Kein Behandlungstermin: Der erste Besuch ist ein reines Kennenlernen ohne Bohrer und ohne Stress – Ihr Kind schaut sich die Praxis in Ruhe an.
- Vertrauen durch Vertrautheit: Je öfter Kinder die Praxis als freundlichen, normalen Ort erleben, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Zahnarztangst entwickelt.
- Spezialisierte Begleitung: Dr. Sabine Erber-Leicher betreut Kinder in unserer Praxis mit einer speziellen Ausbildung in Kinderzahnheilkunde – geduldig, spielerisch und auf Augenhöhe.
- Eltern spielen die Hauptrolle: Wie Sie zuhause über den Zahnarzt sprechen, beeinflusst maßgeblich, ob Ihr Kind mit Neugier oder Scheu in die Praxis kommt.
Wann soll das erste Mal wirklich sein?
Viele Eltern denken, der erste Zahnarztbesuch gehört erst zum Schulkind-Alltag. Das stimmt so nicht. Fachleute empfehlen heute, sobald der erste Milchzahn erscheint – das ist meistens rund um den sechsten Lebensmonat – einen ersten Termin zu vereinbaren. Der Grund ist einfach: Frühzeitige Begleitung hilft nicht nur dabei, die Zahngesundheit von Anfang an im Blick zu behalten. Sie verhindert vor allem, dass der Zahnarztbesuch als etwas Fremdes und Bedrohliches wahrgenommen wird.
Kinder, die die Praxis schon als Kleinkind kennenlernen, erleben sie als selbstverständlichen Teil ihres Alltags – ähnlich wie der Kinderarzt. Dieser frühe Start schafft eine Vertrautheit, die später, wenn tatsächlich etwas behandelt werden muss, sehr wertvoll ist. Ein Kind, das die Behandlungsstühle, den Geruch, die freundlichen Gesichter und das bunte Wartezimmer kennt, kommt entspannt und neugierig – nicht ängstlich.
Was passiert beim ersten Besuch – und was definitiv nicht
Der erste Zahnarztbesuch ist kein Behandlungstermin. Das ist der wichtigste Satz, den Eltern ihrem Kind vorab sagen können – und der auch der Wahrheit entspricht. Es wird nicht gebohrt. Es wird kein Gerät in den Mund gesteckt, das Unbehagen verursacht. Stattdessen geht es darum, dass Ihr Kind die Praxis kennenlernt, sieht wie alles aussieht, und versteht, was hier eigentlich passiert.
Dr. Sabine Erber-Leicher, die sich in unserer Praxis auf Kinder- und Familienzahnheilkunde spezialisiert hat, erklärt dem kleinen Patienten alles in einer Sprache, die zu seinem Alter passt. Der Behandlungsstuhl darf ausprobiert werden, das Licht darf angeschaut werden. Kleinkinder sitzen oft noch auf dem Schoß der Eltern. Gezählt werden die kleinen Zähne – manchmal ist das schon alles. Ziel ist eine positive Erinnerung, keine perfekte zahnärztliche Untersuchung.
Wie Eltern den ersten Besuch vorbereiten können
Kinder spüren sehr genau, wie ihre Eltern über ein bevorstehendes Ereignis sprechen und denken. Wenn Mama oder Papa beim Wort „Zahnarzt“ unwillkürlich die Stirn runzeln oder sagen „Es tut auch nicht weh, versprochen“ – dann hat das Kind bereits eine Botschaft empfangen: Hier könnte etwas sein, das unangenehm ist. Positiver ist es, neutral und neugierig zu formulieren: „Wir gehen zu einer netten Person, die sich deine Zähne anschaut und sie zählt.“
Es gibt einige einfache Wege, auf denen Eltern den Zahnarztbesuch zuhause vorbereiten können. Bücher und Bilderbücher über den Zahnarzt für Kleinkinder eignen sich gut. Rollenspiele, bei denen abwechselnd „Zahnarzt gespielt“ wird, nehmen dem Besuch die Fremdheit. Auch das Mitbringen eines Lieblingskuscheltiers in die Praxis kann Kindern helfen, sich sicher zu fühlen. Was hingegen wenig hilft, sind gut gemeinte Aussagen wie „Du bist doch kein Baby“ oder „Andere Kinder weinen da auch nicht“ – solche Sätze erzeugen eher Druck als Sicherheit.
Gut zu wissen: Milchzähne und ihre Bedeutung
Milchzähne sind keine vorläufigen Zähne, die sowieso bald ausfallen und deshalb weniger wichtig wären. Sie sind entscheidend für die gesunde Sprachentwicklung, das Kauen und das richtige Wachstum des Kieferknochens. Außerdem halten sie den Platz für die bleibenden Zähne frei. Ein frühzeitig verlorener Milchzahn kann dazu führen, dass die bleibenden Zähne zu wenig Platz haben und schief wachsen. Deshalb lohnt es sich, Milchzähne genauso sorgsam zu pflegen wie die späteren bleibenden Zähne.
Was folgt nach dem ersten Besuch?
Nach dem Kennenlernen empfehlen wir in der Regel halbjährliche Kontrolltermine. Das klingt für manche Eltern viel – aber genau diese Regelmäßigkeit ist es, die Kinder langfristig vor Zahnarztangst schützt. Wer alle sechs Monate zur Kontrolle kommt und dabei meistens nichts Besonderes passiert, erlebt den Zahnarztbesuch als etwas Gewöhnliches. Entsteht irgendwann doch Karies, wird er früh erkannt und kann oft sehr schonend behandelt werden.
Mit zunehmendem Alter lernen Kinder in unserer Praxis auch, wie man Zähne richtig putzt – das wird praktisch gezeigt, nicht nur erklärt. Eltern erhalten Hinweise dazu, welche Zahnbürste und welche Zahnpasta für welches Alter geeignet ist. Unser Ziel ist es, dass Ihr Kind die Praxis eines Tages als seinen vertrauten Ort kennt – einen Ort, an den man geht, nicht weil etwas wehtut, sondern weil man auf sich achtet.
Den ersten Termin vereinbaren
Ihr Kind hat den ersten Zahn? Oder Sie möchten einfach mal vorbeikommen und schauen, wie es bei uns aussieht? Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre Nachricht. Dr. Sabine Erber-Leicher und das gesamte Team nehmen sich Zeit für Ihre Familie. Rufen Sie uns an unter 09851 / 55 44 95 oder schreiben Sie an mail@ihre-zahnaerzte.org.
Häufig gestellte Fragen
Frage: Ab welchem Alter sollte ich mit meinem Kind zum Zahnarzt gehen?
Antwort: Empfohlen wird der erste Besuch, sobald der erste Milchzahn sichtbar ist – das ist typischerweise ab dem 6. Lebensmonat. Je früher Kinder die Praxis als normalen, freundlichen Ort kennenlernen, desto leichter fällt ihnen der Besuch auch in späteren Jahren.
Frage: Was passiert beim allerersten Zahnarztbesuch eines Kleinkinders?
Antwort: Der erste Besuch ist ein reines Kennenlernen. Es wird nichts behandelt. Dr. Sabine Erber-Leicher zählt die Zähne, schaut sich den Mund kurz an und lässt das Kind in Ruhe die Praxis entdecken. Kleinkinder sitzen dabei meist auf dem Schoß der Eltern.
Frage: Sind Milchzähne wirklich so wichtig, wenn sie ja sowieso ausfallen?
Antwort: Ja, sehr. Milchzähne sind wichtig für die Sprachentwicklung, das Kauen und halten den Platz für die bleibenden Zähne frei. Ein früh verloren gegangener Milchzahn kann dazu führen, dass die bleibenden Zähne keinen ausreichenden Platz haben und schief wachsen.
Frage: Wie bereite ich mein Kind am besten auf den ersten Zahnarztbesuch vor?
Antwort: Sprechen Sie ruhig und neutral über den Termin – vermeiden Sie sowohl Übertreibungen wie „Es passiert gar nichts“ als auch unbewusste Signale der Anspannung. Bilderbücher über den Zahnarzt oder kleine Rollenspiele zuhause können helfen, die Situation vertraut zu machen.
Frage: Wie oft sollten Kinder zum Zahnarzt?
Antwort: Wir empfehlen halbjährliche Kontrolltermine ab dem ersten Besuch. Diese Regelmäßigkeit ist das beste Mittel gegen Zahnarztangst und erlaubt es, früh auf Karies oder Entwicklungsauffälligkeiten zu reagieren, bevor größere Behandlungen nötig werden.
Über die Zahnarztpraxis Dr. Jens Dreißig: Die Praxis in Dinkelsbühl vereint fachzahnärztliche Oralchirurgie, spezialisierte Endodontie, moderne Implantologie und eine herzliche Familienzahnheilkunde unter einem Dach. Dr. Sabine Erber-Leicher begleitet die jüngsten Patienten ab dem ersten Milchzahn mit einer speziellen Ausbildung in Kinderzahnheilkunde – sanft, geduldig und auf Augenhöhe. Montag bis Donnerstag 08:00–20:00 Uhr, Freitag 08:00–13:00 Uhr.
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